Inhalts-Warnung für sensible oder traumatisierte Menschen – folgende Themen finden Erwähnung:
Krieg, 2. Weltkrieg, Nationalsozialismus, Denunziation, Verfolgung, Judenverfolgung, Arisierung, KZs, KLs, Holocaust, Holocaust-Leugnung, Aktion 3
Instagram ist für mich eine Möglichkeit mich runter zu fahren. Wenn ich überreizt bin von allem oder einen depressiven Schub bekomme und nicht weiß wohin mit mir, dann lande ich manchmal im sogenannten “Infinite Scroll” dem ewigen Scrollen von Video zu Video auf Instagram. Durch mein historisches Interesse werden mir dabei auch immer mal geschichtliche Themen angezeigt. Was mir nun früher nicht in dieser Art begegnet ist, passiert jetzt immer öfter – es ist das wirklich massenhafte Leugnen des Holocausts.
Als jemand, die bereits seit über 20 Jahren Erinnerungsarbeit als Teil politischer Arbeit macht, ist dies erschreckend zu sehen. Es macht mich wütend und frustriert, teilweise richtig verzweifelt – vermutlich sind dies nachvollziehbare Gefühle, wenn man sich über viele Jahre mit dem unermesslichen Leid befasst hat, dem die Menschen ausgesetzt waren, die im 2. Weltkrieg verfolgt und umgebracht wurden.
Interessanterweise gibt es 3 große Gruppen von Menschen, die diese Verleugnung auf Instagram, und ich kann nur vermuten: auch auf TikTok und anderen Medien, posten. Laut meiner Beobachtung sind es diese Gruppen:
– amerikanische Accounts
– rechte deutsche Accounts
– massenhaft Bot-Accounts, mit teilweise sogar POC-Profilbildern.
Es sind also Einzelpersonen, die explizit nach Hashtags zum Thema suchen, um diese Lügen zu verbreiten und mindestens genauso schlimm: gibt es offensichtlich Menschen, die Geld für Bot-Farmen bezahlen, damit sie die solche Falschinformationen im Internet massenhaft hinterlassen.
Sie versuchen alle das Gleiche: Das Ausmaß der Taten zu verharmlosen, absichtliches Morden den Nazis abzusprechen.
„Ein neuerer Trend ist die Verfälschung der Tatsachen des Holocaust. Dazu gehören Behauptungen, wonach die Zahl von 6 Millionen jüdischen Todesopfern eine Übertreibung sei, die Todesfälle in den Konzentrationslagern [lediglich] die Folge von Krankheit oder Hunger, aber nicht von Politik gewesen seien und dass es sich beim Tagebuch von Anne Frank um eine Fälschung handele.“
United States Holocaust Memorial Museum, 2021
Das sind die klassischen Kommentare, die man hier immer wieder finden kann. Ganz besonders oft findet man das Leugnen der Zahl der ermordeten Menschen. So seihen es ja „nur“ 271.000 gewesen und nicht Millionen. Diese Kommentare finde ich besonders schlimm, denn in welcher Welt sind denn 271.000 verlorene Leben nicht schlimm??? Was erwarten sie, wie man reagiert, wenn man das liest?? „Ach na dann….das ist ja nichts!!“ „Dann war der Holocaust ja nicht so schlimm!“ oder was?? Also wirklich…
Und sie posten es stolz und fühlen sich dann stark und überlegen, weil sie Propaganda verbreitet haben. Dabei ist es einfach nur erbärmlich und traurig. Ich mein, was für ein Mensch musst du sein, um solche Sachen zu machen, um so deine Zeit zu verbringen?
Das amerikanische Holocaust Memorial schreibt, vieles davon sei Antisemitismus, aber dass es „jedoch auch Formen [gibt], die durch Mangel an Respekt oder durch fehlendes Wissen über das Thema bedingt sind.“ Mag sein! Aber wie wurden denn die Menschen erzogen, dass sie ihren Mund aufreißen (im Internet), ohne auch nur irgendwas zum Thema zu wissen? Also ich hab immer lieber die Klappe gehalten, als mich peinlich zu machen, und zu Respekt wurde ich auch erzogen. – Auch zu solchen Themen, bereits als Kinder waren wir in KZ-Gedenkstätten, eventuell waren wir sogar zu jung. Aber es hat uns geprägt.
Die heutige Zeit, die Internetzeit ist aber eben eine andere und die aktuellen Generationen sind anders aufgewachsen.
Spricht man die Menschen auf solch ekliges Verhalten an, bekommt man auch immer wieder die Antwort: „erster Tag im Internet oder was“ oder sowas in der Art. Soll heißen, das Internet ist frei von Moral und „Trolling“ – also respektloses Provozieren, sei halt normale Internetkultur. Nur Menschen, die neu im Internet sind, wären daran noch nicht gewöhnt – so präsentieren sie es. Demnach ist Internet ein Raum für Arschlöcher, die machen können was sie wollen, ohne jegliche Konsequenz. Hast du ein Problem damit, dann ist es DEIN Problem, dann bist DU halt alt oder unerfahren!! Es ist elend.
Hier sollte ein Umdenken passieren, finde ich.
Psychologisch kann man sich fragen, warum denn manche Menschen so ein starkes Bedürfnis danach haben andere zu verletzen und die undenkbarsten Dinge auszu“sprechen“, also zu schreiben.
Manche schreiben ja schon in ihre Biografie ihrer Accounts, dass sie Freude daran haben, wenn sich Menschen aufregen, wenn sie sie provozieren können. Ok, was für traurige Gestalten! Du hast es in der Hand die Welt etwas besser zu machen, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft zu zeigen, dich für andere einzusetzen, aber deine Zeit und Energie steckst du in sowas.
Das sind schon für mich widerliche Menschen. Aber jede*r kann sich ändern!!
Manche haben es ja auch und sich später mal entschuldigt, so sind wenige Fälle davon bekannt geworden. Aber viel zu viele verbringen ihr Leben so.
„Die Verfassung der Vereinigten Staaten gewährt jedem Einwohner Redefreiheit. Daher ist es in den USA nicht illegal, den Holocaust zu leugnen oder sich an antisemitischen Hassreden zu beteiligen, es sei denn, es besteht eine unmittelbare Gewaltandrohung. Viele andere Länder, insbesondere in Europa, wo der Holocaust stattfand, verfügen über Gesetze, die Holocaustleugnung und Hassreden als kriminellen Tatbestand werten.“
– vgl. ebd.
Tja, aber dafür müsste es jemand vernünftig verfolgen. Die Social-Media Apps wie Instagram nehmen sich hier gern mal aus der Verantwortung. Wie oft ich schon die schlimmsten Aussagen wie Morddrohungen/Hassrede („Schade, dass nicht mehr vergast wurden.“; „Man hätte alle erwischen sollen.“; „Die Guten haben den Krieg verloren“), „SS“ und Adolf Hitler Verherrlichung und, und gemeldet und ich krieg wirklich JEDES EINZELNE MAL die Meldung, dass es geprüft wurde, aber gegen keine Regeln verstößt.
Mehrere dieser Seiten wurden schon davor kritisiert und auch dafür verwarnt, dass sie nur auf dem Papier, aufgrund von z.B. EU-Richtlinien Meldemöglichkeiten haben, diese aber ins Nichts laufen, da nicht tatsächlich (genug) Personen dann auch wirklich prüfen und Kommentare entfernen. Die App-Besitzer*innen, oft Millionäre, selbst haben kein Interesse daran, dass ihre Seiten/Apps nicht menschenverachtende Inhalte beinhalten, sie machen ihr Geld und damit sind sie zufrieden.
Deswegen zeige ich auch nichts mehr an. Ich poste etwas dem Wiedersprechendes oder die Aussagen Verurteilendes drunter und blocke die Person. Ich will keine Antwort lesen, will keinen Kontakt mit solchen Menschen, mag es aber auch nicht unkommentiert stehen lassen. Die Blockierten können meine Antwort nicht sehen, aber andere eben.
Und wie oft wurde ich dann schon von anderen, (noch) nicht Blockierten, als „Jude“ bezeichnet – kann es gar nicht mehr zählen! Als wäre es eine Beleidigung, schreiben sie es mir.
Anhand solcher Kommentare im Internet und auch der zunehmenden Wahlerfolge der AFD stellt sich nun die Frage:
Haben die Menschen vergessen, was vor nicht mal 100 Jahren passiert ist? Wie kann es sein, dass rechte Parteien wieder gewählt werden? Haben die Menschen nicht gesehen zu was das führt?
Solche Fragen habe ich ständig im Kopf und werde es nie verstehen können. Doch aber verstehe ich wie sich Menschen psychologisch von Schuld frei machen. Die Täter*innen der damaligen Zeit hatten ja die unterschiedlichsten Ausreden – von „Ich hab ja nur Befehle ausgeführt.“, „Ich war ja nur Mitläufer!“, „Es war legal“, bis hin zu „Hätte ich es nicht gemacht, dann wäre es durch jemand anderen gemacht worden!“ und auch: „Ich war ja nur im Büro und habe Todesurkunden ausgestellt, umgebracht habe ich niemanden!“ Ganz beliebt auch das gänzliche Leugnen dass sie irgendwas getan hätten.
In den 1968er Student*innenbewegungen hatten sie von diesen Aussagen und vom Schweigen die Schnauze voll. Sie verlangten Aufarbeitung und Schuldübernahme durch ihre Elterngeneration. So wurde auch ein wenig Auseinandersetzung angestoßen und auch mehr Erinnerungsarbeit getan als es vorher gab.
Doch aber schwiegen viele der Menschen, die dabei waren, die Schuld auf sich geladen hatten, darüber DASS sie etwas gemacht hatten und was es genau war. Keinerlei Schuldübernahme, keine Reue. Sie waren überzeugt, hielten sich für eine Elite, hatten keinerlei Empathie für andere Menschen und ihr Leid, und das teilweise bis zu ihrem Ableben. Deswegen konnten sie auch so handeln – kalt halt, überzeugt, emotionslos.
Haben die Menschen tatsächlich nicht eine Waffe in irgendeiner Weise geführt – Soldaten oder Gestapo/Polizei, SS, KZ-Aufseher*innen oder in der Euthanasie gearbeitet, aber haben den Nationalsozialismus als Bürger*innen des NS-Staates mitgetragen; haben Hitler mitgewählt; von Zwangsarbeit profitiert und, und – dann kam oftmals die Aussage „Wir haben ja nichts gewusst!“, die ich auch für den Titel gewählt habe.
Aber haben sie nichts gewusst? Stimmt das?
Nein, das ist gelogen, ganz simpel! Alle wussten es, alle profitierten, alle sahen, was ihren Nachbarn, ihren ehemaligen Ärzt*innen und Händler*innen, Schulkamerad*innen und Mitsportler*innen eines Vereines angetan wurden, dass sie verschwanden und nie wieder von sich hören ließen, dass ihre Sachen geraubt und billig verkauft wurden, ihre Läden, Kinos etc „arisiert“ wurden. Und wenn man sich die Zeit nimmt mit Zeitzeug*innen zu sprechen, dann erfährt man es auch von ihnen direkt.
Mir fallen 2 Zeitzeug*innen ein mit denen ich konkret über das Thema sprach. Von denen will ich euch berichten…
Ihr könnt diesen Teil überspringen, wenn es euch nicht konkret interessiert. Aber wer mag, lest gern rein:
1. Einer ist mein Freund Wolfgang, zu dem ich leider den Kontakt verloren habe. Ich befürchte, er ist vielleicht nicht mehr. Er wohnte zu Kriegszeiten in einem Haus in Leipzig, mit – wie bei so vielen – einer jüdischen Familie im Haus. Der Hof war ein Spielplatz für die Kinder und so waren Wolfgang und andere Kinder im Haus auch mit den jüdischen Kindern befreundet, spielten mit ihnen täglich dort. Eines Tages fand Wolfgangs Vater die jüdischen Kinder versteckt im Keller. Die Eltern wurden abgeholt und deportiert, die Kinder versteckten sich gerade noch so, knapp entkommend. Der Vater nahm sie mit und versteckte sie heimlich bei sich auf Arbeit. Schlussendlich wurde er von seinem besten Freund dafür verraten. Die Kinder wurden deportiert und der Vater von der Gestapo abgeholt. Der kleine Wolfgang musste zusehen, wie sein eigener Vater abgeführt wurde von den Männern in den langen schwarzen Ledermänteln. Auch er kam für das Verstecken der Kinder in ein KZ.
2. Die 2. Zeitzeugin ist eine nette Frau, die ich hier im Viertel vor kurzem kennengelernt habe. Ihren Namen mag ich anonymisieren. Nennen wir sie Anni. Anni war mit ihrer Familie damals in Warschau. Wie das halt so war, wurden Deutsche angesiedelt in Polen. Die Familie war aber nicht nur wahllos dort angesiedelt (worden), sie waren aus einem bestimmten Grund da: Der Vater war Elektriker und kritische Infrastruktur sollte lieber von Deutschen abgesichert werden, aus Angst vor Sabotage. Als ich sie in einem unserer Gespräche fragte ob sie wussten, was den Jüd*innen (und anderen) angetan wurde, sagte sie trocken „Wir wussten alles! Alle wussten es!“ Sie fuhr dann fort Jud*innentransporte zu erwähnen, die sie sah. Ich fragte: „Welche zu Fuß oder Zug?“ – „Beides!!“, sagte sie bestimmend. „Alles davon haben wir gesehen, es gab ja so viele [Transporte].“
Nachdem sich die Deutschen dann aus Polen wieder zurückziehen mussten wegen dem Kriegsverlauf, waren auch Annis Familie – die Kinder und ihre Mutter alleine auf der Flucht. Gerade dabei sahen sie die Jud*innentransporte, vermutlich waren es die, die die Menschen aus den KZs im Osten nach Deutschland brachten.
Auch erzählte sie von einem Geschehnis, dass sie nie vergessen würde, als sich eine Frau eines Tages über den Dienstbot*inneneingang heimlich ins Haus schlich, an der Tür von Annis Familie klopfte und der Mutter ein Baby in die Arme drückte. Auch gab sie eine Metalldose mit echtem Schmuck dazu und flehte in polnisch irgendetwas. Die Mutter verstand nichts, aber wir wissen, was das bedeutete! Vermutlich kam es auch der Mutter zeitnah. Die Haushälterin nahm das Kind und den Schmuck mit. Was wohl aus ihr geworden ist, aus dem kleinen Baby? Und auch aus der Mutter, die das Kind gehen ließ, um es zu retten?
Ihr seht also, die Menschen wussten es ganz genau. Und wie sollte es auch anders sein? Hier nur ein weiteres Beispiel warum:
Dreißig KZs und Vernichtungslager gab es in Deutschland, dazu 1.300 Außenlager. Weitere 2.300 Lager, etwa Arbeitserziehungslager und Vernichtungslager für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Dazu noch die Lager für Zwangsarbeiter*innen: weitere 20.000. Insgesamt fast 24.000 Lager. Viele Deutsche waren also in der direkten Nachbarschaft dieser Gräueltaten und sagen danach frech: “Wir wussten von nichts.“ (vgl. Steinhoff, 2001)
Auch die Judenverfolgung wurde nicht nur von oben angeordnet. Der amerikanische Professor Prof. Robert Gellately hat die Lüge von den ahnungslosen Deutschen durch seine Forschung bereits 2002 widerlegt und gleichermaßen auch massenhaft Mitschuld nachgewiesen:
“Manchmal war die Bevölkerung radikaler als die Nazis. Es gab so viele Denunziationen, dass die Gestapo am Ende nicht mehr hinterherkam.”
Gellately hat viele Mitschuldige gefunden: zahllose Denunziant*innen aus der Bevölkerung. Angestellte denunzierten ihre Chefs, Ehemänner ihre eigenen Frauen. Und Nachbar*innen denunzierten alle, die nicht spießig genug waren. Nur zwölf Prozent ihrer Opfer hat die Gestapo selbst ermittelt. (vgl. Gellately, 2002)
Henny Brenner, eine Holocaust-Überlebende, deren Zeitzeuginnengespräch ich noch erleben durfte, nun lebt sie nicht mehr, konnte davon auch ein Lied singen. Sie wuchs in Dresden auf und musste damals den Judenstern tragen. Ihr Albtraum waren nicht allein die Nazis in Uniform, sondern ganz normale Deutsche: “Es sind hinterhergelaufen ganze Schulklassen: Judenschwein, Judensau, guckt mal. Es hat eine Frau in der Bosbergstraße – ich kann Ihnen die Ecke zeigen – immer auf mich gewartet, regelmäßig, und mich angespuckt.”
Es waren also nicht ein paar wenige durch Propaganda “fehlgeleitete”, fanatische Nazis gewesen, es war der Nachbar von nebenan, manchmal sogar dein Mann (wie Gellately in den Quellen nachwies) oder bester Freund (wie im Zeitzeugenbeispiel Nr.1). Das war natürlich besonders bitter, da sind wir uns sicher einig. Fakt ist: Alle wussten es, viele machten mit!
Um dies zu stützen hier ein Brief, den ich gestern in meiner Sammlung fand:



Würde die Frau völlig selbstverständlich von „Judenmöbeln“ sprechen, wenn die Menschen nicht wussten, was den Jüd*innen passiert ist?
„Im November 1941 wurde die »Vermögenseinziehung« der deportierten jüdschen Bevölkerung offiziell durch das Reichsfinanzministerium geregelt.
Für diese Maßnahmen gab es die Tarnbezeichnung »Aktion 3«“
Bleyl, o.J.
Hatte man einen Bezugsschein für Möbel, so wie es die Briefeschreiberin erwähnte, dann konnte man billig allerlei bekommen, von den ermordeten oder vertriebenen Familien. Bevor es so bürokratisch, so deutsch geregelt wurde, plünderten die „guten Deutschen“ auch gern mal ihre ehemaligen Nachbar*innen aus.
Es gab keine (großen) Proteste gegen die Deportation der jüdischen Nachbar*innen, im Gegenteil sehen wir in historischen Dokumenten und Berichten eher ein sehr reges, eiskaltes Interesse an der »Verwertung« ihres Eigentums.
Die Jüd*innen in Deutschland wurden also nicht nur ausgegrenzt und entrechtet, sondern am Ende verschleppt und vertrieben, um sie dann auch noch auszuplündern. Und alle wussten es, viele beteiligten sich und profitierten.
„Was Nachbar Stern passiert ist weiss ich nich, aber schau doch mal unsere neue Kommode! Ist sie nicht schön?“
Stellt euch rechtem Gedankengut entgegen, egal ob es auf der Straße, auf Familienfeiern oder im Internet ist!
Wir dürfen nicht zulassen, dass es noch weiter zur Normalität wird derart menschenverachtend zu reden und dann ist es auch egal welchen Begriff sie verwenden: „Juden“, „Migranten“, „Ausländer“, „Muslime“ oder auch „Palästinenser“ *** – der Hass ist der Gleiche!
Lasst es nicht zu! Lasst den Hass nicht in eure Herzen!
Lasst die Rechten nicht (wieder) an die politische Macht kommen (oder dort bleiben, wenn sie es schon sind), macht Erinnerungsarbeit, werdet (politisch oder solidarisch) aktiv, helft anderen Menschen, befasst euch mit dem, was in der Welt passiert, schaut nicht weg …
…damit ihr nicht irgendwann mal sagt “Davon habe ich nichts gewusst!”
Eure Melinda <3
*** absichtlich nicht gegendert an dieser Stelle
QUELLEN:
Bleyl, H. (o.J.): Die »Aktion 3« – Volksfesthafte Stimmung, zertrampelte Vorgärten. Abgerufen unter: https://geraubt.de/die-beraubung-der-juedischen-bevoelkerung/die-aktion-3
Gellately, R. (2002): Backing Hitler. OUP Oxford.
Henny Brenner (2017): “Das Lied ist aus” – Ein jüdisches Schicksal in Dresden. Wallstein Verlag.
Steinhoff, V. (2001): Holocaust – Die Lüge von den ahnungslosen Deutschen. Abgerufen unter: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama/archiv/2001/Holocaust-Die-Luege-von-ahnungslosen-Deutschen,erste7664.html
United States Holocaust Memorial Museum (2021): Was bedeutet Holocaustleugnung? Abgerufen unter: https://encyclopedia.ushmm.org/content/de/article/holocaust-denial-key-dates
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